Cyberversicherungen

Cyber ist inzwischen ein wichtiges Thema geworden, die Angst vor Cyber-Angriffen ist bei den deutschen Unternehmen angekommen.


Laut Allianz Risk Barometer bewerten 44 Prozent der Firmen derartige Angriffe als eminentes Risiko. Nur noch übertroffen von der Sorge vor Betriebsunterbrechungen (48%).

Die Furcht vor Cyber-Angriffen ist auch nicht unbegründet, 11 Prozent der kleineren Unternehmen, 30 Prozent der größeren Unternehmen waren bislang schon einmal davon betroffen.

 

Cyber - aktueller denn je

Die Angst vor Cyber-Angriffen ist bei den deutschen Unternehmen angekommen. Immer neue Nachrichten über erfolgreiche Angriffe durch Hacker oder Trojaner haben dazu geführt, dass laut Allianz Risk Barometer 44 Prozent der Firmen derartige Angriffe als eminentes Risiko bewerten. Zum Vergleich, noch davor auf Platz Eins liegt mit nur vier Prozentpunkten mehr die Sorge vor Betriebsunterbrechungen.

Die Furcht vor Cyber-Angriffen ist auch nicht unbegründet, 11 Prozent der kleineren Unternehmen bis 10 Mitarbeiter waren bereits davon betroffen. Bei größeren Unternehmen (200-500 Mitarbeiter) liegt die Quote bereits bei fast 30 Prozent.

Größere Strukturen bieten an dieser Stelle ungleich mehr Angriffspunkte für Kriminelle, was nicht zuletzt auch an den Mitarbeitern im Betrieb liegt. Unbedacht wird eine Rechnung aus dem Anhang einer Mail geöffnet, weil der Absender ein vermeintlich bekannter Lieferant zu sein scheint. Schon hat sich ein Verschlüsselungstrojaner im Computersystem installiert und legt den Betrieb erst einmal lahm. Besonders hinterhältige Programme werden teilweise erst nach Wochen auffällig. Dann nämlich, wenn bereits die Rücksicherungen ebenfalls mit dem Schadprogramm befallen sind. So können teilweise Wochen an Arbeit verloren gehen und die Wiederherstellung der Daten kann zu massiven finanziellen Mehraufwendungen führen.

Die Zahl der Angreifer nimmt dabei stetig zu, wie Dirk Backofen, Sicherheitschef von T-Systems, hervorhebt: „Die Cyber-Bedrohung wächst exponentiell“. Hat T-Systems im Jahr 2017 noch 4 Millionen Hackerangriffe auf Systeme erfasst, die durch das Unternehmen geschützt werden,, waren es 2019 bereits 31 Millionen – pro Tag! Im Schnitt kommen täglich 390.000 Schadprogramme in Umlauf mit diversen Funktionalitäten, die teilweise gezielt auf den Angriff bestimmter Unternehmen ausgerichtet sind.

So vielfältig wie die vorhandenen Schadprogramme, sind die Branchen, die durch derartige Angriffe gefährdet sind. Das Hotel- und Gaststättengewerbe, das mit vertraulichen Daten der Kreditkarten ihrer Kunden hantiert und diese schützen muss. Online-Plattformen, die keine Umsätze generieren, wenn die Systeme nicht zur Verfügung stehen. Frei berufliche Ärzte, Steuerberater oder Anwälte, die teilweise hochsensible Daten ihrer Patienten und Mandanten vorhalten. Selbst produzierende Betriebe sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, da in Zeiten der Digitalisierung und vernetzter Warenwirtschaftssysteme Ausfälle der IT zu erheblichen finanziellen Schäden führen können.

Für derartige Risiken bietet der Versicherungsmarkt eine Lösung an, um finanzielle Folgekosten so gering wie möglich zu halten und im Ernstfall schnell qualifizierte Hilfe an der Seite zu haben. Hierbei handelt es sich um die sogenannte „Cyberversicherung“.

Dieses Produkt ermöglicht es dem Kunden auf ein Netzwerk an Spezialisten zugreifen zu können, um im Falle eines Hackerangriffes oder einer Infizierung mit Schadsoftware handlungsfähig zu bleiben. Neben diesen Spezialisten ist noch eine ganze Reihe anderer Dienstleistungen enthalten. Hierzu gehört beispielsweise auch die Prävention in Form von Mitarbeiterschulungen oder fingierten Angriffen mit Fishing-Mails zur Sensibilisierung im Arbeitsalltag. Datenwiederherstellungskosten oder gar Betriebsunterbrechungskosten im Falle eines Stillstandes sind ebenfalls im Leistungsspektrum enthalten.

Lassen Sie sich beraten und lernen Sie Ihr Risiko einzuschätzen.

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